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Rathaus Eingang
Erpelanlage
Blick über das Alsbacher Schloss
Erpelanlage
Alte Bürgermeisterei
Gemeinschaftshaus Sandwiese
Marktplatz Hähnlein
Erpelanlage CloseUp
Überblick über Friedhof
Museum Hähnlein
Blick über Sportplatz
Weinlagen bei Alsbach
Rathaus Eingang
Calisthenics Anlage Sandwiese
Erpelanlage
Erpelanlage CloseUp
Museum Hähnlein
Schloss Fahne

Sicherheit & Ordnung

Wir wollen, dass Sie sich sicher fühlen

Es vergeht fast kein Tag, an dem wir im Rathaus nicht eine Sache ganz deutlich spüren und Ihren Rückmeldungen auch entnehmen können:

Die Themen „Straßenverkehr“ und „Ordnung im öffentlichen Raum“ bewegen viele Bürgerinnen und Bürger. Dabei müssen in zahlreichen Situationen ganz unterschiedliche und oft gegenläufige Interessen miteinander vereint werden.

Das Ordnungsamt, dem auch die Kommunalpolizei und der Brand- und Katastrophenschutz zugeordnet ist, ist eine Abteilung für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, die in kritischen Situationen immer wieder auch in die Rechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen muss. Deshalb möchten wir hier mit viel Fingerspitzengefühl an die Arbeit gehen. Dabei ist uns der kommunikative Ansatz sehr wichtig – auch, um am Ende das große Ganze im Blick zu behalten.

In den nachfolgenden Rubriken informieren wir Sie über aktuelle Themen rund um die Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die Kontaktdaten finden Sie in der Info-Spalte auf dieser Seite.

Unser Schutzmann vor Ort

Einige kennen das Problem: Im täglichen Miteinander kann es auch mal Kommunikationsschwierigkeiten geben. Da versteht der Nachbar trotz freundlicher Hinweise nicht, wo er sein Auto parken könnte, um nicht jeden Tag ein Hindernis aufzubauen. Anderenorts gibt es regelmäßige Ruhestörungen, die besonders nachts zum Ärgernis werden. Und manchmal braucht man einfach einen guten Tipp, wie man sich in seiner Umgebung sicherer fühlt. 

Bei solchen Themen gleich die Polizei zu alarmieren, ist meist nicht sinnvoll. Ein wesentlich zielführenderer Ansprechpartner kann neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamts auch ein „Schutzmann vor Ort“ sein. Diese Rolle übernimmt für Alsbach-Hähnlein Polizeioberkommissar Andreas Stürmlinger von der Polizeistation Pfungstadt. Stürmlinger ist in Alsbach-Hähnlein kein Unbekannter, da er als Schulbeauftragter für die Gemeinde im Einsatz ist und damit engen Kontakt zu den ortsansässigen Schulen pflegt.

Bürgerinnen und Bürger aus Alsbach-Hähnlein, die die Hilfe von Polizeioberkommissar Stürmlinger in Anspruch nehmen möchte, können sich im Ordnungsamt der Gemeinde melden: telefonisch unter 06257-5008261 oder natürlichper Mail

KOMPASS-Initiative

Sich dort sicher zu fühlen, wo man wohnt: Für viele Bürgerinnen und Bürger ist das ein elementares Grundbedürfnis. Alsbach-Hähnlein wird dieser Tatsache seit Dezember 2021 in besonderem Maß gerecht, seit sich die Gemeinde offiziell auf den Weg gemacht hat, um „KOMPASS“-Kommune zu werden. KOMPASS steht für „KOMmunal-ProgrAmmSicherheitsSiegel“ und ist eine Initiative des Hessischen Innenministeriums, die einen gesamtheitlichen Blick auf die Sicherheitsstruktur der teilnehmenden Kommunen wirft.

Ziel sind auf die jeweiligen Kommunen abgestimmte Maßnahmen, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger, aber auch die objektive Sicherheit im Ort dauerhaft zu erhöhen. Ein Auftaktgespräch mit Vertretern der Polizei und des Ordnungsamts hat stattgefunden, auch ein Präventionsrat hat sich in Alsbach-Hähnlein bereits gegründet.

Worum geht es uns dabei besonders?

  • Ausbau des Dialogs mit der Bürgerschaft
  • Beseitigung von Angsträumen
  • Wichtige Hinweise, wie wir das Sicherheitsgefühl unserer Bürger verbessern können
  • Implementierung des Schmutzmanns vor Ort

Die Teilnahme am Kompass-Programm ist für uns ein wesentlicher Baustein für die Sicherheitsarchitektur unserer Gemeinde.

Sagen Sie es uns: Fühlen Sie sich sicher in Alsbach-Hähnlein?

Zwar ist die offizielle Bürgerbefragung im Rahmen der KOMPASS-Initiative beendet, doch den Fragebogen können Sie auch heute noch nutzen, um uns Ihre Erfahrungen zum Thema "Sicherheitsempfinden in Alsbach-Hähnlein" mitzuteilen.

Sofern Sie Interesse daran haben, laden sie sich das Dokument hier (PDF-Dokument, 109,63 KB, 22.01.2024) herunter und schicken es im Anschluss an ordnungsamt(@)alsbach-haehnlein.de. Natürlich können Sie uns den ausgefüllten Fragebogen mit dem Stichwort "Ordnungsamt" auch gerne in den Briefkasten am Rathaus (Bickenbacher Straße 6) einwerfen.

Sicherheitsportal Hessen – Gemeinsam Sicher in Hessen

Seit Anfang Februar 2023 steht den Bürgerinnen und Bürgern in Hessen das „Sicherheitsportal Hessen“ zur Verfügung.

Unter dem Motto „Gemeinsam Sicher in Hessen“ vereint das Portal die "Meldestelle Hessen Gegen Hetze", die Onlinewache der hessischen Polizei und den landesweiten Mängelmelder.

Das Sicherheitsportal ist hier zu erreichen.

KOMPASS-Auftaktveranstaltung

Im Foyer des Rathauses von Alsbach-Hähnlein fand im Dezember 2021 die Auftaktveranstaltung statt, um der Sicherheitsinitiative "KOMPASS" beizutreten.

Polizeipräsident Bernhard Lammel erwähnte in seiner Begrüßungsrede, dass laut der polizeilichen Statistik die Kriminalität im Gemeindegebiet von Alsbach-Hähnlein sehr niedrig sei und sich die Bürgerinnen und Bürger objektiv sicher fühlen könnten. Jedoch spiele das subjektive Sicherheitsempfinden eine weitaus entscheidendere Rolle als Statistiken und Zahlen. Vor diesem Hintergrund biete KOMPASS die richtigen Instrumente, um die Sicherheitsarchitektur vor Ort weiterentwickeln zu können.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurden folgende Aspekte, Ziele und KOMPASS-Schwerpunkte zur Sprache gebracht:

  • Ausbau des Dialogs mit der Bürgerschaft durch die Gründung eines Präventionsrates
  • Beseitigung von Angsträumen
  • Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger
  • Implementierung des Schutzmanns vor Ort mit regelmäßigen Sprechstunden im Ortsgebiet
  • Einführung der Kommunalpolizei ab 1. Januar 2022, um flexibler und zielgerichteter arbeiten zu können. Dadurch wird nicht zuletzt die kommunale Präsenz der Sicherheitsbehörden im Gemeindegebiet erhöht.

Die Übergabe des KOMPASS-Begrüßungsschildes erfolgte durch den Polizeipräsident im Beisein des Leiters der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg, Hartmut Scherer, des Leiters der Polizeistation Pfungstadt, Harald Heldmann. sowie der KOMPASS-Beraterin des Polizeipräsidiums Südhessen, Christel Shelton, an Bürgermeister Sebastian Bubenzer

Offizielle Bürgerbefragung im Rahmen von KOMPASS

Im Rahmen des KOMPASS-Prozesses fand 2022 eine Bürgerbefragung in Alsbach-Hähnlein statt, in der eine repräsentative Auswahl von Bürgerinnen und Bürger angeschrieben wurde – mit der Bitte, einen (Online-)Fragebogen auszufüllen, der dann von der Justus-Liebig-Universität in Gießen ausgewertet wurde. Das übergeordnete Ziel: Zum Thema "Sicherheit" in den engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu gehen.

Bei den Fragen ging es unter anderem um das individuelle Sicherheitsgefühl im Ort, aber auch um persönliche Erfahrungen mit Straftaten und Alltagssituationen – wie Fahrten in der Straßenbahn oder das Zusammentreffen mit Streifen der Polizei. Dabei wollten wir uns nicht nur ein anonymisiertes Bild von der aktuellen Lage in der Gemeinde machen. In einem zweiten Schritt wurden Präventionsschritte definiert, um die Sicherheit vor Ort und das individuelle Sicherheitsempfinden zu steigern.

Was jedoch ist nun das Ergebnis der Bürgerbefragung?

Wer sich komplett einlesen möchte, kann sich hier den kompletten Abschlussbericht (PDF-Dokument, 508,73 KB, 23.01.2024) herunterladen.

Hier aber auch einige der wichtigsten Ergebnisse in der Kurzübersicht:

  • Von 3670 repräsentativ ausgewählten Personen, die im Rahmen der Bürgerbefragung angeschrieben wurden, haben sich 867 mit einem ausgefüllten Fragebogen zurückgemeldet – jeweils etwa zur Hälfte Frauen und Männer.
     
  • Tagsüber fühlen sich 98,6 Prozent der Befragten sicher, nachts sind es 83,2 Prozent. Nach Aussage von Tim Pfeiffer von der Uni Gießen sind das sehr positive Werte, die darauf hindeuten, dass unsere Präventionsarbeit bereits gut funktioniert.
     
  • Dabei ist eines wichtig: Jede einzelne Rückmeldung von Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht an jeder Ecke in unserem Ort sicher fühlen, nehmen wir ernst. Es geht hier nicht darum, einem (Un)Sicherheitsgefühl des Einzelnen eine objektive Kriminalitätsstatistik entgegen zu setzen. Vielmehr ist der Ansatz, dem individuellen (Un)Sicherheitsgefühl Rechnung zu tragen, um noch besser zu werden.
     
  • Eine Frage der Umfrage lautete: „Wenn Sie an die nächsten 12 Monate denken, für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Ihnen folgende Dinge passieren?“ Die höchste Wahrscheinlichkeit sehen Sie beim Wohnungseinbruch (26,3 Prozent halten dies für wahrscheinlich), gefolgt von Raub (11,2 Prozent), Körperverletzung (6,3 Prozent), sexueller Belästigung (5,9 Prozent) und Terroranschlag (3,9 Prozent).
     
  • Eine durchaus positiv zu bewertende Nachricht: 24,6 Prozent der Befragten haben zu Hause einen Einbruchschutz installiert bzw. installieren lassen.
     
  • Auch das sogenannte Vermeideverhalten wurde abgefragt. Aufgrund des eigenen (Un)Sicherheitsgefühls vermeiden 15,8 Prozent der Befragten nach Anbruch der Dunkelheit bestimmte Orte in der Gemeinde. Dass viele auch seltener an Großveranstaltungen teilnehmen oder Menschenansammlungen meiden, dürfte nicht zuletzt in der Corona-Pandemie begründet sein.
     
  • Ortsunabhängig wichtig sind zwei Erkenntnisse, die die Wissenschaft seit längerem kennt. Verwahrlosungserscheinungen wie etwa herumliegender Müll, zerbrochene Scheiben oder heruntergekommene Gebäude können „ansteckend“ auf ihre Umgebung wirken. Deswegen versuchen wir in diesem Bereich, Auffälligkeiten sofort nachzugehen und Probleme zu beheben. Sogenannte soziale Unordnungserscheinungen wie öffentlicher Alkohol- und Drogenkonsum sorgen gleichzeitig dafür, dass „Angstorte“ entstehen können, an denen sich Menschen sehr unwohl fühlen und dabei laut wissenschaftlicher Definition auch gegen sie gerichtete Kriminalität fürchten.
     
  • Ganz konkret für Alsbach-Hähnlein ging es dann um neuralgische Punkte in unserer Gemeinde, an denen einige von Ihnen sich nicht wohl fühlen. Am häufigsten (76 Mal) wurden die Straßenbahnhaltestellen genannt, gefolgt vom Bahnhof (33 Nennungen), der Erpelanlage (17) und dem Industrie- und Gewerbegebiet (10). Fast immer ging es dabei in erster Linie um dort anwesende Personengruppen, die ein Unwohlsein auslösen. Kim Jana Bechtum von der Uni Gießen ging hier auch ins Detail, was anhand der Einzelrückmeldungen darauf schließen lässt, dass in erster Linie jüngere Personengruppen als „auffällig“ angegeben wurden. Auch in Sachen Beleuchtung gibt es aber an der ein oder anderen Stelle augenscheinlich noch Verbesserungspotenzial.
     
  • Insgesamt geben aber 75,1 Prozent der Befragten an, dass es in Alsbach-Hähnlein keinen Ort gibt, an dem sie sich unsicher fühlen. Das ist in der Tat sehr erfreulich, da in vielen anderen KOMPASS-Kommunen hier ein Wert zwischen 40 und 50 Prozent „normal“ ist.

KOMPASS-Zwischenstandsbericht 2022

Wenn Sie sich für den KOMPASS-Zwischenstandsbericht interessieren, können sie ihn hier (PDF-Dokument, 963,50 KB, 25.01.2024) als PDF herunterladen.

Ergebnis der ersten Sicherheitskonferenz

Im April 2023 fand im Rahmen der KOMPASS-Sicherheitsinitiative die erste Sicherheitskonferenz statt. Den dazu gehörenden Bericht können Sie sich hier (PDF-Dokument, 5,39 MB, 25.01.2024) herunterladen.