Aktuelles: Gemeinde Alsbach-Hähnlein

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Gemeindevertretung stoppt Kita-Pläne für Standort „Im Ritterbruch“ in Hähnlein

Autor: Benjamin Fischer
Artikel vom 21.05.2021

Gemeindevertretung stoppt Kita-Pläne für Standort „Im Ritterbruch“ in Hähnlein – Kita „Regenbogen“ soll am Standort „Spießgasse“ verbleiben / Erschließung des Baugebietes dadurch gefährdet

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass die auf Antrag einer Fraktion getroffenen Beschlüsse der Gemeindevertretung vom Dienstag (18.05.2021) massive Auswirkungen auf die Planungen im Neubaugebiet „Nördlich der Spießgasse II“ und auf die notwendige Bereitstellung von zusätzlichen Krippen- und Kitaplätzen insbesondere im Ortsteil Hähnlein haben.  

Aufgrund dieses Gemeindevertretungsbeschlusses und der darauffolgenden Rücksprache mit dem beauftragten Notariat sowie dem für das Neubaugebiet tätigen Treuhänder wurden die für die nächste Woche vereinbarten Beurkundungstermine abgesagt.

Das liegt daran, dass die Vertragstexte ggf. angepasst werden müssen, um evtl. spätere Regressforderungen auszuschließen. Ob sich die aktuellen Beschlüsse auf die Planung und Herstellung der Erschließung auswirken und ob sich daraus zeitliche Verzögerungen im Ablauf ergeben, ist derzeit nicht vorhersehbar.  

Die Kaufinteressenten sowie alle Grundstückseigentümer im neuen Baugebiet habe ich heute per Brief über die aktuelle Situation informiert.

Klar ist: Würde die Kita „Regenbogen“ dauerhaft am heutigen Standort verbleiben, fehlt die Haupt-Zufahrtsstraße in das neue Baugebiet. Außerdem fehlt der Platz für den vorgesehenen bezahlbaren Wohnraum in Mehrfamilienhäusern an dieser Stelle.

Sollte die Kita tatsächlich in der Spießgasse verbleiben, wird auch hier ein neuer Bebauungsplan benötigt. Der heutige, erst im Herbst 2020 beschlossene B-Plan sieht dort nämlich den Bau der Straße sowie von neuen Mehrfamilienhäusern vor.

Die mögliche Fläche in der Spießgasse ist nur halb so groß wie am bisher geplanten Standort „Im Ritterbruch“ (4.000 statt 8.000 qm). Außerdem müssten Kinder und Erzieher/innen während der Um-/Bauzeit, also zwischen 1-2 Jahren, in Container an einem bisher noch nicht definierten Standort umziehen.

Ob das in der „Spießgasse“ tatsächlich schneller und kostengünstiger zu realisieren ist als ein Neubau einer naturnahen neuen Kindertagesstätte „Im Ritterbruch“?

Da habe ich massive Bedenken. Im Juni letzten Jahres hat die Gemeindevertretung mit breiter Mehrheit für den Neubau einer Kita „Im Ritterbruch“ gestimmt (Abstimmungsergebnis: 24 Ja, 4 Nein, 1 Enthaltung). Daraufhin wurde ein Planungsbüro beauftragt, die Archäologie untersucht, ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Über 30.000 Euro hat das bereits schon gekostet. Zuvor hatten sämtliche Grundstückseigentümer ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Verkauf an die Gemeinde erklärt. Nun hätte – nur 11 Monate nach der Grundsatzentscheidung der Gemeindevertretung am 30.06.2020 – bereits am 18.05.2021 der Bebauungsplan aufgestellt werden können. Soweit waren wir auf dem vorher favorisierten Standort auf dem Schulgelände nach 3 ½ Jahren nicht. Bereits im nächsten Jahr wäre „Im Ritterbruch“ ein Baubeginn für die Kita möglich gewesen.

Vielleicht hilft tatsächlich ein Waldkindergarten in Hähnlein, den kurzfristigen Bedarf an Plätzen für Kinder über 3 Jahren zu decken. Stand heute haben wir in Alsbach 175 Plätze für Kinder über 3 Jahren, in der Sandwiese 75 und in Hähnlein ebenfalls nur 75. Das reicht schon heute für Kinder aus Hähnlein nicht.

Um nicht nur darüber zu reden, sondern tatsächlich auch einen konkreten Vorschlag zu machen, habe ich als Standort für einen möglichen Waldkindergarten das Gelände des „Lernort Natur an der Fasanenlache“ vorgeschlagen. Gelände und Gebäude sind im Eigentum der Gemeinde, die Fläche ist bisher an den Verein (der eine ganz tolle Arbeit macht!) langfristig verpachtet.

Wenn alle Beteiligten mitmachen, wäre hier mit überschaubaren Mitteln die Realisierung eines Waldkindergartens schon in diesem Herbst umsetzbar. Selbstverständlich werden wir auch andere Standorte prüfen. Geeignete Flächen „im Wald“, die nicht im Naturschutzgebiet und trotzdem nah an Hähnlein liegen, gibt es aber wenige.

Soweit der aktuelle Sachstand zum neuen Baugebiet und zum geplanten Neubau der Kita in Hähnlein.

Ihnen ein schönes Pfingstwochenende und bleiben Sie gesund!

 

Herzliche Grüße

Ihr

Sebastian Bubenzer
Bürgermeister