Aktuelles: Gemeinde Alsbach-Hähnlein

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Corona - Update

Autor: Benjamin Fischer
Artikel vom 28.10.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

heute haben die Regierungschefs der Bundesländer zusammen mit der Bundesregierung weitreichende Entscheidungen getroffen, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Inzwischen wird insgesamt viel mehr getestet. Das ist gut und wichtig. Im Rhein-Main-Gebiet sind dabei inzwischen über ein Drittel dieser Tests positiv. Dabei ist auch klar: Je älter die infizierten Personen sind, um so größer ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Also gilt es jetzt, diese Situation sehr konsequent anzugehen.

Ab Montag, 2. November 2020, gelten bundesweit neue Corona-Maßnahmen gelten. Diese sind zunächst auf vier Wochen, also bis Ende November, befristet.

Was wurde konkret beschlossen?

  • Kontakte: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist ab sofort nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet.

    Bedeutet: Ein Treffen von drei Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten ist nicht mehr gestattet. Bitte beachten! Bitte reduzieren Sie, wo immer möglich, Ihre Kontakte mit Personen außerhalb Ihres Hausstands!
     
  • Reisen: Alle Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu verzichten. Das gilt auch im Inland und auch für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt (also insbesondere dann, wenn es dienstlich notwendig ist, z.B. für Monteure).
     
  • Schulen und Kitas bleiben weiterhin geöffnet. Eine wichtige Nachricht für Schüler, Kinder und ihre Eltern.
     
  • Der Einzelhandel bleibt weiterhin für Sie geöffnet – mit klaren Regeln zur Anzahl der Kunden. Also: Supermärkte, Hofläden, Blumengeschäfte, Apotheken – alles hat wie gewohnt für Sie geöffnet. Auch Baumärkte bleiben geöffnet. Hamsterkäufe sind also nicht notwendig!
     
  • Gastronomie: Gaststätten, Restaurants, Kneipen und Bars dürfen nicht öffnen. Die Lieferung und Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause ist weiterhin erlaubt. Auch Kantinen dürfen öffnen.

    Mit vielen Gastronomen habe ich eben schon telefoniert und mit ihnen über die neue Lage ab Montag gesprochen. Zum Wochenende werden wir eine Liste der Gaststätten / Restaurants veröffentlichen, die einen Abhol- oder Lieferservice anbieten.
     
  • Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.
     
  • Medizinische Dienstleistungen: Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien- sowie Podologie / Fußpflege, bleiben weiter möglich. Wie „ärztliche verordnete Massagen“ zu behandeln sind, wird den voraussichtlich morgen bekannt sein, wenn die Auslegungshinweise des Landes vorliegen.
     
  • Sonstige Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege sowie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe dürfen nicht öffnen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.
     
  • Freizeit: Freizeiteinrichtungen werden generell geschlossen. Dazu gehören z.B. Spielhallen, aber auch Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, und Freizeitparks. Wie dabei Museen oder z.B. unser Alsbacher Schloß bewertet werden, wird sich voraussichtlich in der Landesverordnung zeigen.
     
  • Sport: Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Geschlossen sind auch Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder. Individualsport, also etwa alleine joggen gehen, ist weiter erlaubt. Profisport wie die Fußball-Bundesliga ist nur ohne Zuschauer zugelassen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die beschlossenen Maßnahmen sind hart, keine Frage. Die insgesamt immer schneller steigenden Zahlen in unserem Land lassen aber eigentlich keine Wahl. Uns geht es dabei immer noch deutlich besser als vielen Menschen in Frankreich, Spanien oder Italien, wo die Beschränkungen deutlich strenger sind. Natürlich werden auch wir die Einhaltung der Regeln kontrollieren. Nicht um jemand zu ärgern. Sondern um härtere Schritte mit noch weitergehenden Beschränkungen für uns alle zu vermeiden.

Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, durch unser Verhalten, durch das vorübergehende Akzeptieren von Einschränkungen, die aktuelle Situation wieder besser in den Griff zu bekommen. Eine Situation, bei der die Gesundheitsämter wieder mit der Nachverfolgung der Kontakte nachkommen. Bei der sich die Zahl der Infektionen wieder regelmäßig reduziert – und nicht von Tag zu Tag ansteigt. Gemeinsam wird uns das gelingen – so, wie es uns auch schon gemeinsam im Frühjahr gelungen ist.

Danke, dass Sie dabei mithelfen!

Herzliche Grüße bleiben Sie bitte gesund!

Ihr

Sebastian Bubenzer
Bürgermeister