Aktuelles: Gemeinde Alsbach-Hähnlein

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Ist unser Brandschutz noch gesichert?

Autor: Axel Klein
Artikel vom 21.07.2020

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

der Brandschutz für unsere Gemeinde ist uns allen sehr wichtig. Und da sind wir uns – über alle Fraktionen hinweg – auch einig. Für einen funktionierenden Brandschutz können wir als Kommune eine Menge tun: Wir sanieren und bauen Feuerwehrhäuser, investieren erhebliche Mittel in einen ordentlichen Fuhrpark und hochwertiges Material. Das alles bringt aber nur etwas, wenn die ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden motiviert zu Übungen und Einsätzen gehen und ihre Aufgaben wahrnehmen.

Das fängt beim ehrenamtlichen Gemeindebrandinspektor (kurz: GBI) an, geht über die Wehr-, Zug- und Gruppenführer und endet bei der jungen Feuerwehrfrau oder dem jungen Feuerwehrmann, die gerade aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen wurden. Motivation bedeutet auch, dass man fair miteinander umgeht, offen miteinander kommuniziert.

Manchmal ist aber auch Disziplin wichtig: Das man sich an Absprachen hält und gelegentlich – auch wenn man sie ggf. persönlich als wenig sinnvoll erachtet – demokratisch gefasste Beschlüsse umsetzt und fachliche Anweisungen akzeptiert.

Meine Aufgabe als Bürgermeister ist es, für eine dauerhafte Sicherung des Brandschutzes in unserer Gemeinde zu sorgen. Dazu gehört es, den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden die Wertschätzung entgegenzubringen, die ihnen gebührt. Schließlich sind sie rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, für unsere Sicherheit da, um uns allen zu helfen, oft Leben zu retten. Dabei riskieren sie manchmal sogar ihr eigenes Leben. Diese Bereitschaft zur Hilfe kann man nicht mit Worten aufwiegen.

Gleichzeitig ist es auch die Aufgabe des Bürgermeisters, bestimmte Dinge, zum Beispiel die Beschlüsse des Parlaments, die Einhaltung von Richtlinien oder Vorgaben des Landes umzusetzen. Das macht er natürlich nicht immer persönlich, in den meisten Fällen wird das durch den (ehrenamtlichen) „Abteilungsleiter Feuerwehr“, den GBI, beauftragt bzw. erledigt.

Hier gab es seit Jahren und damit auch schon in der Zeit meines Amtsvorgängers, offenbar unterschiedliche Auffassungen zwischen Gemeindeverwaltung, Gemeindebrandinspektor und Hähnleiner Wehrführung. Mein Ziel war und ist es, diese auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Dabei geht es mir auch weniger darum, was in der Vergangenheit ggf. nicht korrekt gelaufen ist oder was den einen oder anderen in den letzten Jahren vielleicht verärgert hat.

Mir ging und geht es darum, für die Zukunft gemeinsame Regeln für beide Einsatzabteilungen zu haben, die für alle transparent sind und nach der sich auch alle Beteiligten richten.

Ich möchte nicht, dass weiter übereinander, sondern endlich miteinander gesprochen wird. Das eine erfolgreiche und motivierende Zusammenarbeit der Einsatzabteilung im Vordergrund steht – und nicht „Gerüchteküchen“ in WhatsApp-Gruppen.

Als Bürgermeister halte ich es für sinnvoll, diese Diskussionen in der Feuerwehr und vor allem mit den Kameradinnen und Kameraden zu führen – und nicht außerhalb.

Deshalb hatte ich am 25. Juni kurzfristig zum „Offenen Dialog“ mit der Hähnleiner Einsatzabteilung während einer ursprünglich geplanten Übungsstunde am 1. Juli 2020 eingeladen – der letzten vor den hessischen Schulferien. Deshalb habe ich am 2. Juli auch die aus freien Stücken zurückgetretenen Wehrführer und seinen Stellvertreter nochmals zu einem Gespräch eingeladen – an welchem beide leider kein Interesse hatten.

Dieses Gesprächsangebot habe ich diese Woche noch einmal wiederholt und zwei weitere Termine schriftlich angeboten. Dieses neuerliche Angebot ging übrigens an alle, die bei der Veranstaltung am 1. Juli 2020 ihren Funkmelder und Gerätehausschlüssel abgegeben, den Raum verlassen und tags darauf um Löschung ihrer gespeicherten Telefonnummern und Mailadressen gebeten haben.

Meine Hand als Bürgermeister und auch die unseres Gemeindebrandinspektors ist ausgestreckt.

Deshalb habe ich mich sehr über die Einladung der Hähnleiner Einsatzabteilung für diesen Mittwoch (22.) gefreut. Gemeinsam werden wir darüber sprechen, wie wir die Zukunft der traditionsreichen Hähnleiner Feuerwehr erfolgreich zusammen gestalten können. Das, was ich als Bürgermeister dazu beitragen kann, werde ich tun.

Bitte haben Sie daher dafür Verständnis, dass ich mich nicht zu einzelnen Fragen, z.B. bei Facebook äußern werde. Der persönliche Austausch mit den Menschen, die im Einsatz für unsere Gemeinschaft ihr eigenes Leben riskieren, halte ich für angemessener.

Nun noch ein Wort zum Brandschutz:

Stand heute, 21.07.2020, 12 Uhr, sind in der Hähnleiner Einsatzabteilung insgesamt 33 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden im Dienst (Sollstärke gem. Bedarfs- und Entwicklungsplan: 35).

In der Alsbacher Einsatzabteilung sind insg. 61 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden im Dienst (Sollstärke gem. Bedarfs- und Entwicklungsplan: 53).

Je nach Einsatzstichwort fahren auch schon heute beide Wehren gemeinsam zu den Einsätzen. Der Brandschutz für unsere Gemeinde war und ist also sichergestellt.

Über die weiteren Entwicklungen werde ich Sie gemeinsam mit der Feuerwehr Hähnlein informieren.

Freundliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr

Sebastian Bubenzer
Bürgermeister

P.S.: Falls Sie nicht nur etwas über die Feuerwehr lesen, sondern auch persönlich etwas für unsere Feuerwehren tun möchten – hier können Sie Mitglied werden:

Mitgliedsantrag Freiwillige Feuerwehr Hähnlein

Mitgliedsantrag Freiwillige Feuerwehr Alsbach:

https://www.feuerwehr-alsbach.de/wp-content/uploads/2020/01/Mitlgiedsantrag_ab_18.pdf (PDF-Datei)