Tierliebe XXL
Erstelldatum04.09.2025
Ob Katze, Hund oder Hamster: Die tierischen Mitbewohner können süß, anstrengend, fordernd oder einfach zauberhaft sein. Da werden sicher viele zustimmen. Und wenn gleich mehrere Vierbeiner aufeinandertreffen, kann es auch schnell lustig werden.

Doch wann sind es einfach zu viele Tiere? Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist.
Fest steht: Uns erreichen in letzter Zeit regelmäßig Beschwerden, dass es in Alsbach einen Haushalt gibt, in dem die Liebe zu Katzen ein außerordentliches Maß angenommen hat. Wir reden hier nicht von zwei, drei, vier oder fünf Katzen im Besitz der Eigentümer. Es sind etwa 25 bis 30 Tiere.
Das war jetzt auch Thema im Bericht von Bürgermeister Sebastian Bubenzer, den er in der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstagabend abgab.
„Insbesondere die umliegenden Anwohnerinnen und Anwohner fühlen sich von der großen Zahl an Freigängern gestört und werfen uns vor, untätig zu sein. Denn nach öffentlicher Meinung bestünde ja die Chance, über eine Katzenschutzverordnung, die wir aktuell in Alsbach-Hähnlein nicht haben, regelnd einzugreifen“, sagt Bubenzer.
Das sei jedoch nicht der Fall. „Anders als viele glauben, könnte über eine Katzenschutzverordnung lediglich geregelt werden, dass sämtliche Freigänger sterilisiert bzw. kastriert und gechippt sein müssen. Eine Vorgabe hinsichtlich der Maximalzahl an Tieren wird jedoch nicht gemacht. Im privaten Wohnraum, wenn dieser nur groß genug ist und die Tiere weder krank noch verwahrlost sind, ist auch das Halten von 30 Katzen gestattet. Diese Einschätzung hat uns nach Rücksprache auch der Hessische Städte- und Gemeindebund bestätigt.“
Das Kreis-Veterinäramt, das von Anwohnern über diesen Fall informiert wurde, hat nach einem Besuch vor Ort bereits festgestellt, dass eine Gefährdung des Tierwohls nicht vorliegt. Insofern gibt es keine rechtliche Handhabe, etwas gegen diese große Zahl an Tieren zu unternehmen.
Gleichwohl haben wir gemeinsam mit unserem Schutzmann vor Ort, Andreas Stürmlinger, Gespräche mit den Eigentümern der Katzen geführt. Diese verliefen durchaus konstruktiv. So wurde uns zugesichert, eine Steigerung der Tierzahl nicht weiter anzustreben. Aktuell werde sogar versucht, einige Tiere an andere Besitzer zu vermitteln.
Viel mehr als abwarten, wie sich die Sache entwickelt, bleibt uns leider nicht.























