Klimaschutz und Nachhaltigkeit - ein Zwischenbericht
Erstelldatum22.01.2025
Vor etwa fünf Jahren hat sich die Gemeinde Alsbach-Hähnlein durch Beschlussfassung in der Gemeindevertretung einen Kommunalen Klimaschutz- und Aktionsplan gegeben.
Hier können Sie sich diesen Plan anschauen.
Den Besuch unseres Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbeirates im Gemeindevorstand habe ich in dieser Woche zum Anlass genommen, gemeinsam mit unseren Fachabteilungen im Rathaus zu erarbeiten, welche Ergebnisse wir zu diesem Thema bereits erzielen konnten.
In Sachen Energiewende:
- Wir haben sukzessive fast alle Leuchten innerhalb und außerhalb unserer Gebäude mittlerweile auf LED-Technik umgerüstet.
- Wir nutzen das Rathaus-Dach, um mit einer PV-Anlage Strom zu produzieren.
- Auch die Dachfläche der Feuerwehr Hähnlein wurde vermietet, um darauf eine PV-Anlage zu betreiben.
- Für den Neubau der KiTa Spießgasse wurde eine Ausführung nach dem KFW 40-Standard inklusive Einbau einer Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage beschlossen.
- Für das Baugebiet „Nördlich der Spießgasse II“ wurde die Nutzung von solarer Energie und eine Begrünung von Dächern vorgegeben. Außerdem wurden für diesen Bereich maximale Flächengrößen von Glasfassaden definiert.
- Bauherren von Neubauten entlang der Ortsdurchfahrt in Alsbach (L 3100) müssen ebenfalls solare Energie nutzen und die Häuserdächer begrünen.
- Zusammen mit der Landesenergieagentur Hessen (LEA) wurde die Kampagne „Aufsuchende Energieberatung“ durchgeführt.
In Sachen Verkehrswende:
- E-Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten gibt es am Parkplatz des Rathauses in Alsbach, am Parkplatz neben der Erpelanlage, im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Beuneweg (Parkplatz Laukenloch), am Parkplatz der Sport- und Kulturhalle in Hähnlein, am Bahnhof in der Sandwiese und vor dem Autohaus Bayram in der Sandwiesenstraße
- Im Fuhrpark der Gemeinde Alsbach-Hähnlein gibt es ein E-Auto, ein E-Bike und einen E-Scooter.
In Sachen Agrarwende & Forst:
- Insgesamt sieben Grünflächen unterschiedlicher Größe wurden zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen durch die Gemeinde beziehungsweise den ZKD angelegt. Alle Flächen werden regelmäßig gepflegt.
- Gemeinsam mit dem NABU wurden mehrere Amphibienwannen im Boden eingebaut, die zum Beispiel den Feuersalamandern eine gute Laich-Option bieten.
- Die Gemeinde hat gemeinsam mit zahlreichen Interessengruppen und unter externer Moderation ein „Leitbild Wald“ erarbeitet und macht dies zur Grundlage für die Ausschreibung des nächsten Forsteinrichtungswerks.
- Regelmäßig werden Bäume im Bereich des Waldes durch Hessen Forst gepflanzt. Pflanzungen von Obstbäumen im Bereich von Streuobstwiesen werden durch den ZKD ausgeführt.
- Das bereits vorhandene Baumkataster wird jährlich gepflegt, um über Umfang und Zustand der Bäume einen guten Überblick zu behalten.
- Die Gemeinde Alsbach-Hähnlein ist Mitglied des Bündnisses „Klimakommune Hessen“.
Weitere Maßnahmen:
- Eine Klimafunktionskarte wurde erarbeitet, um Luftströmungs-Korridore in der Gemeinde besser zu verstehen und der Aufheizung der Siedlungsfläche entgegenzuwirken.
- Die private Pflege von Grünflächen wird vonseiten der Gemeinde schon seit Jahren in Form von Patenschaften angeboten. Die Resonanz aus den Reihen der Bevölkerung ist hier allerdings verhalten.
- Die Broschüre „Klimasparbuch Landkreis Darmstadt-Dieburg“ sowie diverse Broschüren zum Thema Energiesparen oder energetischer Sanierung (von der LEA Hessen) liegen im Rathaus zum Mitnehmen aus.
- Die Gemeinde liefert und pflanzt Geburtsbäume und organisiert Müllsammelaktionen, sofern nicht gerade die Afrikanische Schweinepest dies unmöglich macht.
- Alsbach-Hähnlein hat am „PERFORM-Projekt“ der IHK und der Hochschule Darmstadt zum Thema „Zukunftsfähige Gewerbegebiete – Synergien in Gewerbegebieten durch nachhaltige Entwicklung“ teilgenommen und erste Maßnahmen umgesetzt.
- Darüber hinaus erfolgte eine Teilnahme am „PERFORM-Projekt“ der IHK und der Hochschule Darmstadt zum Thema „Klimaresiliente Gewerbegebiete“.
Trotz dieser vielen guten Nachrichten haben wir – gerade im Hinblick auf die rechnerische Energieautarkie kommunaler Liegenschaften – natürlich auch noch einiges vor uns. Deshalb hat es gepasst, dass ich gestern ein Gespräch mit unserem Energieversorger GGEW führen konnte, um über weiteres Photovoltaik-Potenzial und unsere Ladesäulen-Infrastruktur im Ort zu sprechen.
Welchen Beitrag jeder Einzelne von uns zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit leisten kann, ist übrigens Teil des Nachhaltigkeits-Bürgerdialogs „Wir tragen Verantwortung für morgen“.
Dazu laden unser Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbeirat sowie das ortsansässige Europäische Institut für Arbeitsbeziehungen (EIAB) für diesen Donnerstag, 23. Januar, um 18 Uhr ins Bürgerhaus „Sonne“ ein. Als Referentin wird unter anderem die ZDF-Meteorologin Katja Horneffer erwartet.
Kommen Sie gerne vorbei und diskutieren Sie mit.
Herzliche Grüße
Ihr
Sebastian Bubenzer
Bürgermeister
























