Auf dem Weg zum KOMPASS-Sicherheitssiegel
Erstelldatum24.04.2024
Man könnte fast sagen: Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Denn wir sind durchaus zuversichtlich, im Rahmen der Sicherheitsinitiative KOMPASS in den kommenden Wochen den Antrag auf die Verleihung des damit verbundenen Sicherheitssiegels stellen zu können.
Für alle, die noch nicht wissen, wofür KOMPASS steht, möchten wir an dieser Stelle noch einmal aus einer zurückliegenden Veröffentlichung zitieren: „KOMPASS“ ist die Abkürzung einer Sicherheitsinitiative des hessischen Innenministeriums (HMdIS) und steht für „Kommunalprogramm Sicherheitssiegel“. Wesentliches Ziel ist nicht nur die Verringerung von Kriminalitätsgeschehen über aktive Präventionsarbeit in den teilnehmenden Kommunen, sondern auch eine Steigerung des individuellen Sicherheitsgefühls bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Informationen über den bisherigen Werdegang unserer „KOMPASS-Bewerbung“ hier auf unserer Homepage.
und allgemeine Informationen direkt auf der passenden Themenseite des Innenministeriums.
Die zweite Sicherheitskonferenz
Gestern Abend war es dann soweit. Wir konnten in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, den dort angestellten KOMPASS-Experten und einigen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Rück- und Ausblick auf das Erreichte bzw. Geplante im Rahmen der Zweiten Sicherheitskonferenz geben. Fast genau auf den Tag ein Jahr, nachdem wir zur ersten Konferenz dieser Art eingeladen hatten.
Als KOMPASS-Verantwortlicher von Alsbach-Hähnlein präsentierte unser Ordnungsamtsleiter Patrick Spalke in einer Präsentation die wichtigsten Bausteine auf dem Weg zum KOMPASS-Siegel.
Gerne können Sie sich die Präsentation hier (PDF-Dokument, 6,10 MB, 23.04.2024) herunterladen.
Zuvor begrüßte Bürgermeister Sebastian Bubenzer die Beteiligten und Frank Heisel, KOMPASS-Ansprechpartner des Polizeipräsidium Südhessens stellte noch einmal die grundsätzliche Idee hinter der Sicherheitsinitiative vor.
Einen Fokus setzte Patrick Spalke im Anschluss dann auf die bisherigen Maßnahmen, angefangen bei den Geschwindigkeitsanzeigetafeln, die seit 2019 im Gemeindegebiet verteilt sind und insbesondere die Autofahrer ohne direkte Sanktionen darauf hinweisen, wenn sie zu schnell unterwegs sind.
2021 wurde dann unsere Kommunalpolizei neu aufgebaut – mit deutlichen Vorteilen im flexiblen Reagieren auf besondere Situationen bei uns im Ort.
Seit 2022 ist Kinderkommissar Leon auch bei uns eine etablierte Figur, der als „Hessisches Polizeimaskottchen“ die Berührungsängste von Kindern zur Polizei abbaut. Die damit verbundene Einführung von 18 Leon-Hilfe-Inseln als Anlaufstelle für Kinder, die sich in kleinen Notsituationen befinden, ist aus unserer Sicht eines der besonders erfreulichen Ergebnisse des KOMPASS-Prozesses.
Wer Mängel bei uns im Gemeindegebiet feststellt, kann bereits seit 2019 unseren Mängelmelder nutzen. 2023 wurde dieses Angebot noch durch die Teilnahme am Mängelmelder Hessen ergänzt, der die Möglichkeit bietet, der Polizei Angsträume mitzuteilen.
In Kooperation mit HEAG Mobilo haben wir 2023 die Straßenbahn-Haltestelle „Beuneweg“ begrünt und mit der Calisthenics-Anlage in Nachbarschaft zur Freizeitanlage in der Sandwiese dafür gesorgt, dass eine höhere Besucherfrequenz potenzielle Straftaten in diesem Bereich unwahrscheinlicher macht.
Dass der Marktplatz in Hähnlein schön geworden ist, wird von den wenigsten bestritten. Dass damit auch das Sicherheitsempfinden in der Ortsmitte von Hähnlein gestiegen ist, ist ein schöner Nebeneffekt – auch weil der „teo-Markt“ dafür sorgt, dass hier regelmäßig etwas los ist und damit eine gewisse soziale Kontrolle existiert.
Die ebenfalls in 2023 umgesetzt Broschüre „Sicherer Schulweg“ ist ebenso ein wichtiger KOMPASS-Baustein wie die Initiative „Senioren im Netz“, bei der in Kooperation mit dem Seniorenbeirat und der Nachbarschaftshilfe ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger fit für den digitalen Alltag gemacht werden.
So erfolgreich, dass es schon bald zur Neuauflage kommen soll, war auch unser 2024 umgesetztes Graffiti-Projekt im Bereich der Freizeitanlage Sandwiese, bei dem unsere Kinder- und Jugendförderung gemeinsam mit einem professionellen Künstler und natürlich Jugendlichen das Thema aus dem illegalen in den legal-kreativen Bereich gezogen hat.
„Aus meiner Sicht zeigen die bisherigen Maßnahmen, wie viele kleine Bausteine im Bereich des Sicherheitsempfindens der Bürgerinnen und Bürger zu einer positiven Gesamtentwicklung beitragen können. Klar ist aber auch, dass man bei diesem Thema nie komplett am Ziel ist, sondern permanent dran bleiben muss, so dass sich die Bürgerinnen und Bürger dauerhaft bei uns gut aufgehoben fühlen“, betonte Bürgermeister Bubenzer am Rand der Sicherheitskonferenz.
Was aber plant nun die Gemeinde für die kommenden Jahre?
Wir hoffen, noch in diesem Jahr die Beleuchtungssituation des Fußwegs am Hinkelstein zu verbessern. Auch wollen wir im Bereich der vorhandenen Müllbehälter noch Optimierungen vornehmen.
Für Seniorinnen und Senioren haben wir sowohl das Thema Verkehrsprävention als auch den Einsatz sogenannter Sicherheitsberater vor Augen, ebenso wie mit etwas mehr zeitlichem Vorlauf eine Informationsveranstaltung in Kooperation mit der Fachstelle Dext des Landkreises, die sich aktiv für Demokratie und gegen Extremismus einsetzt.
Auch wenn die eigentliche Sanierung des Bahnhofes Hähnlein-Alsbach noch etwas auf sich warten lässt, werden wir schon vorher prüfen, inwieweit wir Verbesserungen im direkten Umfeld umsetzen können, so dass sich die Bürgerinnen und Bürger in diesem Bereich unserer Gemeinde ebenfalls sicherer fühlen.
Und auch die mittel- und langfristig geplante Sanierung des Alsbach-Hähnleiner Straßennetzes soll ihren Teil dazu beitragen, dass das Sicherheitsempfinden in unserem Ort gesteigert wird.
… und parallel das Sicherheitssiegel ?
Wir möchten definitiv in den kommenden Wochen den Antrag auf Siegelverleihung stellen. Sofern wir aus Sicht der Polizei dann alle Voraussetzungen erfüllen, könnten wir uns vorstellen, dass die Verleihung des Siegels im Rahmen einer kommunalen „Blaulicht-Veranstaltung“ stattfindet, bei der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und DRK die Möglichkeit haben, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.
Sobald wir hier konkreter werden können, informieren wir Sie natürlich.



























