Feuerwehrhaus Alsbach
Erstelldatum10.10.2023
Symbolischer Spatenstich für Umbau, Sanierung und Erweiterung - Bauphase bis Ende 2024
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn etwas geprüft wird, birgt das immer die Gefahr, danach mit einem Ergebnis umgehen zu müssen, das man sich in dieser Form nicht gewünscht hat. So war es auch 2018. Als damals der Technische Prüfdienst Hessen unser Feuerwehrhaus in Alsbach unter die Lupe nahm, gab es leider eine ganze Reihe von Mängeln, die uns ins Hausaufgabenheft geschrieben wurden. Mängel, die teilweise bereits vor zehn Jahren erstmals zur Sprache kamen.
Als ich dann kurze Zeit nach Beginn meiner Amtszeit von der Thematik erfuhr, stellten wir 2020 Gelder in den Haushalt ein, um der Probleme Herr zu werden. Die Lösungsvorschläge wurden sukzessive konkreter, auch die Kostenschätzung wurde genauer. Und jetzt ist es endlich soweit: Mit dem heutigen Tag können wir die Abarbeitung unserer To-Do-Liste angehen.
Dass es hier am Feuerwehrhaus dabei um weit mehr als Kosmetik geht, zeigt schon die mit Beschluss vom 13. Dezember 2022 durch die Gemeindevertretung freigegebene Investitionssumme in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro. Wobei wir mit dem Wissen um allgemeine Baukostensteigerungen gerade in den letzten Monaten hoffen müssen, diese Summe bestmöglich einzuhalten.
Doch was genau wurde durch den Technischen Prüfdienst Hessen eigentlich an dem 1973 errichteten Gebäude bemängelt? Hier die wichtigsten Punkte: So entsprechen die Stellplätze und die vorgeschriebenen Verkehrswege um die einzelnen Fahrzeuge nicht der gültigen DIN-Norm.
Und auch die Unterbringung der Einsatzkleidung widerspricht gängigen Standards, da keine notwendige räumliche Trennung zu den Einsatzfahrzeugen gegeben ist. Nicht zuletzt kreuzen sich derzeit Laufwege der ankommenden Einsatzkräfte mit den Verkehrswegen der ausrückenden Löschfahrzeuge und auch auf Verbesserungspotenzial im Bereich der Fluchtwege im Kellergeschoss und im ersten Stock wurden wir hingewiesen.
Im Rahmen einer Studie durch das Ingenieurbüro Turetschek aus Lautertal wurde zunächst der genaue Raumbedarf für eine auch künftig gut aufgestellte Wehr ermittelt. Im Ergebnis wird jetzt ein weiterer Stellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug nach DIN-Vorschrift angebaut. Der Umkleidebereich wird erneuert und vor dem Hintergrund des Arbeitsschutzes getrennt von der Fahrzeughalle konzipiert.
Damit sich künftig die Laufwege der herbeieilenden Einsatzkräfte nicht mehr mit den Verkehrswegen kreuzen, werden die Pkw-Stellplätze für die Kameradinnen und Kameraden in den südlichen Bereich „hinter“ die Feuerwehr verlagert. Die Anfahrt erfolgt künftig über die Landesstraße.
Und für den Kellerraum wird ein zusätzlicher Rettungsweg hergestellt, so dass dieser künftig umfassender genutzt werden kann, etwa als Schulungsraum, aber auch für die Pflege der Kameradschaft.
Geprüft wurde übrigens auch ein Neubau statt der jetzt beschlossenen Erweiterung. Ein entsprechender Vorteil hätte sich dabei allerdings aus unserer Sicht nicht ergeben. Im Gegenteil: Bei einem Neubau mit einer entsprechenden Kubatur, um den nötigen Platzbedarf abzudecken, würden nach Schätzung aus dem vergangenen Jahr erhebliche Mehrkosten entstehen.
Insgesamt werden die Bauarbeiten in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Zunächst wird – gewissermaßen ab heute und voraussichtlich bis Mitte des nächsten Jahres – mit dem neuen Anbau begonnen. Der zweite sich direkt anschließende Bauabschnitt deckt den Umbau im Bestand ab und soll bis Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein.
Herzliche Grüße
Ihr
Sebastian Bubenzer
Bürgermeister
10.10.2023























