Fahrzeugübergabe & Erinnerung an Karl-Albert Schäfer
Erstelldatum25.09.2022
Ein großer Tag für die Hähnleiner Feuerwehr
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
solche Tage gibt es nicht oft.
Wer weiß, dass die meisten Feuerwehr-Fahrzeuge in der Regel viele Jahre vor ihrer Ausmusterung im Einsatz sind, ahnt, wie selten es ist, ein neues Fahrzeug der Dimension und vor allem der Bedeutung eines LF-10 in Betrieb zu nehmen, das im Ernstfall sogar dem Katastrophenschutz dient.
Und so hat es mich außerordentlich gefreut, dass die Hähnleiner Wehr heute ganz offiziell ihr neues Löschfahrzeug übernehmen durfte. In den vergangenen Wochen wurden die Kameradinnen und Kameraden bereits an der Technik geschult.
Und auch wenn ich hoffe, dass es möglichst wenige Einsätze gibt, in denen dieses Fahrzeug dringend benötigt wird, so beruhigt es mich doch, dass es Teil unserer Anstrengungen ist, die Feuerwehr gut auszurüsten und einsatzfähig zu halten.
Sehr schön fand ich es außerdem, dass wir in Andenken an den ehemaligen Wehrführer Karl-Albert Schäfer eine Grillhütte auf dem Gelände der Hähnleiner Wehr einweihen konnten – in Anwesenheit einiger Familienangehöriger. Gebaut wurde diese Hütte von Werksfeuerwehr-Azubis im Rahmen ihrer Ausbildung – dafür vielen Dank.
Man merkt: Die Einsatzfähigkeit der Wehren gründet sich immer auf zwei Säulen. Die entscheidende und wichtigste ist das Engagement der Kameradinnen und Kameraden. Dass es auch in diesen für viele nicht leichten Zeiten Menschen gibt, die sich nicht nur auf ihr eigenes Umfeld konzentrieren, sondern ehrenamtlich bereit sind, sich in den Dienst der Bevölkerung zu stellen. Das kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Die Kameradinnen und Kameraden leisten Dienst an und für Menschen, die sie persönlich oft gar nicht kennen und für die es ihnen dennoch wichtig ist, da zu sein, wenn Hilfe benötigt wird. Dafür sage ich herzlichen Dank.
Doch auch wir als Gemeinde versuchen, in diesem Bereich unseren Beitrag zu leisten, indem wir uns über jede Personalverstärkung im Rathaus oder beim ZKD freuen, die sich bei der Feuerwehr einbringt.
Auch wenn das bedeutet, dass die Arbeitskraft einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter manchmal nicht zur Verfügung steht, wenn der Alarm los geht. Das jedoch ist angesichts dessen, was hier geleistet wird, wirklich zu „verschmerzen“.
Die zweite Säule ist natürlich die technische Ausrüstung und Finanzierung unserer Wehren. Hier haben wir allein in den letzten drei Jahren erheblich investiert – im Jahr 2020 etwa 40.000 Euro in einen Kommandowagen für die Leitung der Feuerwehr und 2021 knapp 100.000 Euro in einen Einsatzleitwagen 1 – die Zuwendung für den ELW1 des Landes Hessen in Höhe von 16.000 Euro nicht mitgerechnet.
Und in diesem Jahr nun eine Doppel-Investition, in das heute offiziell übergebene Löschgruppenfahrzeug 10, das – wie gesagt – auch dem Katastrophenschutz zur Verfügung steht sowie ein neues „Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug Wasser“, das die Alsbacher Kameradinnen und Kameraden in den nächsten Wochen in den Dienst stellen werden.
Für das Löschgruppenfahrzeug haben wir inklusive der Beladung etwa 160.000 Euro zur Verfügung gestellt, für das Tragkraft-Spritzen-Fahrzeug waren es mehr als 55.000 Euro.
Und trotzdem wäre gerade das Löschgruppenfahrzeug kaum zu finanzieren gewesen, wenn das Land Hessen die Anschaffung nicht massiv gefördert hätte.
Für die nahe und ferne Zukunft wünsche ich allen Einsatzkräften insbesondere, dass sie stets gesund und erfolgreich wieder nach Hause zurückkehren.
Herzliche Grüße,
Ihr
Sebastian Bubenzer
Bürgermeister
25.09.2022



























