In der Sandwiese angekommen
Erstelldatum17.03.2022
Flüchtlinge aus der Ukraine beziehen Gemeinschaftsunterkünfte
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wie zuletzt mehrfach berichtet, haben wir uns in den vergangenen Tagen intensiv auf die offizielle Ankunft ukrainischer Flüchtlinge vorbereitet. Gestern war es dann soweit – nachdem wir zuvor schon zahlreiche Rückmeldungen von Alsbach-Hähnleiner Bürgerinnen und Bürger bekommen haben, die private Unterkünfte zur Verfügung stellen.
Bereits am Morgen konnten wir eine erste Familie mit kleinem Kind in Empfang nehmen, die mit einem Privatauto vor unserer Gemeinschaftsunterkunft in der Sandwiese stand. Wenig später folgte eine Familie mit acht Personen.
Über den Tag verteilt kamen dann noch zwei Busse in der Sandwiese an. Die Bilanz am Abend: Von insgesamt 26 fest angekündigten Personen kamen 19, die anderen sieben zunächst nicht. Dafür erreichten weitere 9 Personen unsere Unterkunft, so dass bisher 28 Personen aufgenommen wurden.
Da abzusehen ist, dass der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine so schnell nicht abreißen wird und weitere Personen die Gemeinde erreichen werden, bereiten wir gerade fünf weitere Zimmer in dem älteren Gebäude der Gemeinschaftsunterkunft vor. Insgesamt wollen wir damit auf eine Kapazität von über 75 Plätzen kommen.
Mein herzlicher Dank geht an alle freiwilligen Helfer, die gestern den ankommenden Menschen sowohl persönlich wie auch in der logistischen Vorbereitung einen guten Empfang bereitet haben. Für die Verwaltung möchte ich mich insbesondere bei Angelika Maier und Melanie Schmidt bedanken.
Eine besondere Herausforderung konnten wir übrigens dank der schnellen Hilfe der Kinderärztin Dr. Natalie Vogel aus Gernsheim bewältigen. Sie konnte spontan einem erkrankten Kind medizinisch notwendige Hilfe zukommen lassen.
Die erste Rückmeldung, die ich von den Angekommenen erhalten habe, war sehr positiv. Deutlich konnte ich die Dankbarkeit gegenüber unserer Gemeinde – also uns allen – spüren, dass für viele nun die Chance geboten ist, mit einem eigenen Dach über dem Kopf erst einmal ein wenig zur Ruhe zu kommen und nach Tagen der Unsicherheit so etwas wie Privatsphäre zu spüren.
Um unseren Gästen die Ankunft zu erleichtern, wollen wir an unserem Angebot, gemeinsam regelmäßig zu Kaffee und Kuchen einzuladen, festhalten.
Ich will am Ende aber auch nicht verhehlen: Die kommenden Wochen und Monate werden einer Herkules-Aufgabe gleichen, in der wir ein breites gesellschaftliches Engagement benötigen. Packen wir es gemeinsam an!
Alles Gute !
Ihr
Sebastian Bubenzer
Bürgermeister























