Weltalzheimertag - Infos im Foyer des Rathauses
Erstelldatum18.09.2026
Wenn vertraute Wege fremd werden, Worte fehlen und alltägliche Aufgaben zunehmend schwerfallen, kann das große Angst auslösen. Keine Frage: Eine Demenzerkrankung verändert das Leben der Betroffenen und ihrer Familien. Umso wichtiger sind Menschen, die zuhören, geduldig bleiben und Unterstützung anbieten.
Am Montag, 21. September, finden Sie deshalb von 8 bis 12 Uhr im Foyer unseres Rathauses (Bickenbacher Straße 6) einen Demenz-Infotisch. Dort liegen Informationsmaterialien über die Erkrankung und über Hilfsangebote zum Mitnehmen bereit – für Betroffene, Angehörige und alle Interessierten.
Anlass ist der Weltalzheimertag. Er steht 2026 nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Denn auch jüngere Menschen können erkranken, und die Auswirkungen reichen durch alle Generationen einer Familie.
Wie viele Menschen das Thema betrifft, zeigen aktuelle Berechnungen: Allein 2023 erkrankten in Deutschland schätzungsweise 364.000 bis 445.000 Menschen ab 65 Jahren neu an einer Demenz. Alzheimer ist deren häufigste Ursache. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Beziehungen und ihren Wünschen für die Zukunft.
Auch medizinisch gibt es neue Ansätze: Die seit 2025 in der EU zugelassenen Antikörper Lecanemab und Donanemab richten sich gegen bestimmte Eiweißablagerungen im Gehirn und sollen das Fortschreiten einer frühen Alzheimer-Erkrankung bremsen. Die „Alzheimer Forschung Initiative“ ordnet sie als wichtigen Forschungsschritt ein. Eine Heilung ermöglichen sie jedoch nicht. Zumal sie nur für eine begrenzte Patientengruppe infrage kommen und engmaschige Kontrollen erfordern.
Für Angehörige bedeutet der Alltag gleichzeitig, Sorge, Beruf, Familie und Pflege miteinander zu vereinbaren – und dabei die eigenen Kräfte oft kaum noch im Blick zu haben. Die „Alzheimer Forschung Initiative“ macht deshalb darauf aufmerksam, wie wichtig frühzeitige Entlastung ist. Wer erschöpft ist, braucht Unterstützung und darf sie annehmen.
Als Gemeinde möchten wir dazu beitragen, dass Informationen leichter zugänglich sind und über Demenz gesprochen wird. Menschen mit Demenz gehören selbstverständlich zu unserer Gemeinschaft. Begegnungen, gemeinsame Freude und vertraute Nähe bleiben wertvoll.
Kommen Sie gerne am Infotisch vorbei – für sich selbst oder für einen Menschen, der Ihnen am Herzen liegt.
























