Waldbrandgefahr - Alarmstufe A ausgerufen
Erstelldatum04.08.2026
Ja. Wir haben in den vergangenen Tagen schon mehrfach darüber gesprochen. Aber ehrlich gesagt können wir es aktuell gar nicht häufig genug erwähnen. Die Böden und Wälder sind vielerorts derart stark ausgetrocknet, dass schon ein kleiner Funke zu großen Problemen führen kann.
Keine im wahrsten Sinn des Wortes trockene Theorie, sondern ernste Gefahr, wie die jüngsten Tage gezeigt haben, als etwa in der Nacht zu Montag etwa 28.000 Quadratmeter Feld zwischen Alsbach und Seeheim-Jugenheim gebrannt und kommunenübergreifend etwa 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr gefordert haben.
In den vergangenen Monaten haben weite Teile Hessens leider viel zu wenig Regen abbekommen. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes fielen im Juli landesweit lediglich 14 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 ist das ein historischer Tiefstwert.
Hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung verschärfen die Situation zusätzlich. Vor allem die Vegetation am Boden, trockenes Reisig, Kronenreste und abgestorbene Bäume sind inzwischen teilweise so trocken, dass sie sehr leicht Feuer fangen können.
Deshalb gilt in Hessen aktuell Alarmstufe A, die das Hessische Forstministerium jetzt als zweithöchste Warnstufe ausgerufen hat. Weil dabei verschiedene Skalen schnell durcheinandergeraten, eine kurze Erklärung:
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes reicht von Stufe 1 bis 5. Stufe 4 bedeutet eine hohe, Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr. Aktuell bewegen wir uns in unserer Region bei 4, für Donnerstag geht der Deutsche Wetterdienst wieder von der Höchststufe 5 aus.
Die hessischen Alarmstufen A und B beschreiben dagegen eher die daraus folgenden Vorsorgemaßnahmen. Alarmstufe A steht für eine anhaltend hohe Gefahr: Waldgebiete werden verstärkt überwacht, Grillplätze können örtlich geschlossen werden. Die Bevölkerung ist zu informieren.
Bei Alarmstufe B besteht anhaltend sehr hohe Gefahr – dann sind auch großflächige Sperrungen von Grillplätzen, Waldwegen und Waldflächen möglich.
Deshalb weiterhin folgende Hinweise – mit fünf Ausrufezeichen versehen !!!!!
Im Wald nicht rauchen (… ist ohnehin verboten) und kein offenes Feuer entzünden – nicht hier, nicht dort, nirgendwo. Auch nicht im eigenen Garten. Da geht es aktuell nicht nur darum: „Was ist erlaubt…“ sondern eher „Was sagt der gesunde Menschenverstand…“
Darüber hinaus: Fahrzeuge nicht über trockenem Bewuchs abstellen.
Wald- und Rettungswege unbedingt freihalten.
Rauch oder Feuer sofort über den Notruf 112 melden.
Und auch das ist wichtig: Wer einen unserer Grillplätze gemietet hat, wird von uns informiert, sofern wir das Grillen dort untersagen müssen.
Abschließend noch eines, das uns besonders wichtig ist: Bitte denken Sie bei diesem immer auch an alle Feuerwehr-Einsatzkräfte: Leichtfertiges Handeln kann im schlimmsten Fall deren Leben in Gefahr bringen !
























