35 Jahre Deutsche Einheit - ein besonderer Tag
Erstelldatum03.10.2025
Gerade am Tag der Deutschen Einheit kann man durchaus die Frage stellen, warum die Welt bei vielen Themen aktuell eher auseinander driftet als aufeinander zuzusteuern? Einfache Antworten scheint es dabei nicht zu geben.
Auf der anderen Seite war bei unserem Grenzgang und dem sich anschließenden Konzert des Chores „aCHORd“ heute klar zu erkennen, dass Gemeinschaftsgefühl nicht nur eine Worthülse ist – zumindest im „Kleinen“, im „Lokalen“, wenn sich Menschen begegnen oder gemeinsam singen.
Wir freuen uns jedenfalls, dass heute etwa 70 Bürgerinnen und Bürger der Einladung von Bürgermeister Sebastian Bubenzer und Harald Finger, unserem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, gefolgt sind und an unserem Grenzgang in Hähnlein teilnahmen. Unter den Gästen war auch Lutz Köhler, Erster Kreisbeigeordneter, der den Teilnehmer/innen des Grenzgangs die Chance bot, einen Blick auf den aktuellen Baufortschritt am Mensa-Neubau der Grundschule zu werfen.
Aber auch unsere Baustelle zum Neubau der Ev. Kita „Regenbogen“, der Blick ins Innere der Hähnleiner Kirche und alle weiteren Stationen stießen auf reges Interesse.
Kurz vor 16 Uhr kamen wir dann an der Radsporthalle des RSV Hähnlein an, wo wir gemeinsam ein Konzert des Chores „𝗮𝗖𝗛𝗢𝗥𝗱“ von der „Sängerlust 1893“ unter der Leitung von Sebastian Grünewald genießen durften. Begleitet wurden sie stimmungsvoll von den Anstalts-Tschässern.
In diesem Rahmen wurde dann auch – passend zum 35. Tag der Deutschen Einheit – die Nationalhymne angestimmt. Bürgermeister Sebastian Bubenzer sprach zuvor ein kleines Grußwort.
Er erinnerte daran, dass mit dem Fall der Mauer Menschen, die lange voneinander getrennt waren, sich endlich wieder begegnen konnten. Familien fanden zueinander, Freundschaften lebten neu auf, Lebenswege konnten weitergeschrieben werden.
„Dieser Moment war ein Geschenk – und er bleibt eine Verpflichtung. Denn Einheit bedeutet nicht, dass alles gleich wird. Einheit bedeutet, Unterschiede zu respektieren und dennoch gemeinsam ein Ganzes zu bilden“, betonte Bubenzer.
Bei dem Konzert, das Teil der bundesweiten Veranstaltungsreihe „Deutschland singt und klingt“ war, durften wir dann auch gleich mehrere Titel genießen, die nicht nur heute schon echte Klassiker sind, sondern in ihren Texten den Gedanken aufgreifen, Herausforderungen gegen alle Widerstände zu meistern. „Wind of Chance“ von den Scorpions sei da nur als ein Beispiel genannt, das ja schon zu seinen Entstehungszeiten im Sommer 1989 die Hoffnung auf ein Ende des Kalten Krieges ausdrückte – und leider in der Gegenwart wieder sehr aktuell geworden ist.
Bewegend war auch der Zeitzeuginnen-Bericht einer an der Bergstraße lebenden Bürgerin, die in den Jahren rund um die Wende ihren schwierigen Weg von „Von Ost nach West“ schilderte. Da sie anonym bleiben möchte, um die Geschichte und nicht ihre Person in den Mittelpunkt zu stellen, wurde ihr Bericht von Astrid Rechel vorgetragen, die uns sichtlich bewegt an dem persönlichen Aufeinandertreffen mit der Zeitzeugin teilhaben ließ.
Abschließend noch einmal vielen Dank allen, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben, nicht zuletzt dem RSV Hähnlein, der die Halle für das Konzert zur Verfügung gestellt hat sowie „aCHORd“, die nach der gesungenen Europa-Hymne auch noch zu einem kleinen Sekt-Umtrunk eingeladen haben.




































