Aktuelles: Gemeinde Alsbach-Hähnlein

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Für sauberes Trinkwasser: Neufestsetzung der Kanalbenutzungsgebühren

Autor: Benjamin Fischer
Artikel vom 02.01.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

uns allen sind eine saubere Umwelt, frisches Wasser und unbelastete Böden als Lieferant für Lebensmittel aus der Region wichtig. Ein wichtiger Baustein dafür ist, dass unser Grundwasser auch weiterhin sauber bleibt. Deswegen muss unser Kanalnetz für das Abwasser dicht sein, um Verunreinigungen des Bodens oder des Grundwassers zu vermeiden. Außerdem wollen wir in der Zukunft – anders als in der Vergangenheit – Klärschlamm nicht mehr auf Feldern ausbringen, auf denen dann wieder Ihr Gemüse, Obst oder Kartoffeln angebaut werden. Zukünftig wird dieser thermisch verwertet, also verbrannt. Alle diese Maßnahmen, die wichtig für die Zukunft kommender Generationen sind, sind mit Kosten verbunden. Aus diesem Grund werden wir hier im nächsten Jahr Anpassungen der Kanalbenutzungsgebühren vornehmen müssen.

Diesen Gebühren liegt in Alsbach-Hähnlein ein dreijähriger Kalkulationszeitraum zugrunde. Die letzte Gebührenkalkulation erfolgte für die Jahre 2017 bis 2019 und war daher zum 1. Januar 2020 erneut vorzunehmen. Für die Neukalkulation der Kanalbenutzungsgebühren haben wir ein Fachbüro eingeschaltet. Nachdem die Veränderungen bei den letzten beiden Kalkulationen eher moderat ausgefallen sind, ist nunmehr eine deutliche Erhöhung erforderlich geworden. Hauptgründe für diese Steigerung sind höhere Kosten für die Kanalunterhaltung und die Abwasserbeseitigung.

Kanalbenutzungsgebühren sollen neben den sonstigen Erträgen (Kostenerstattungen, Bußgelder, Verwaltungsgebühren oder Auflösung von Sonderposten) aus dem Bereich der Abwasserbeseitigung die Kosten für die öffentliche Einrichtung „Ortskanalisation“ finanzieren. Zu den Kosten der Ortskanalisation zählen die bauliche Unterhaltung der Kanäle, der Regenrückhaltebecken und der Pumpstationen, die Reparatur von Kanalschächten, die regelmäßige Überprüfung der Kanalstränge auf Dichtigkeit, Strom- und Personalkosten, die Umlage an den Abwasserverband für den Betrieb der Kläranlage und nicht zuletzt die Abschreibungen für den Werteverzehr der getätigten Investitionen im Kanalbereich. Die Aufwendungen für die Ortskanalisation sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Gesamtkosten für die Ortskanalisation werden im Kalkulationszeitraum voraussichtlich 1.480.000 € pro Jahr betragen.

Die Gemeindevertretung hat am 10. Dezember 2019 beschlossen, die Kanalbenutzungsgebühren für Schmutzwasser von 1,17 € pro m³ auf 1,68 € pro m³ und für Niederschlagswasser (versiegelte Flächen) von 0,82 € pro m² auf 0,86 € pro m² anzuheben. Die neuen Gebührensätze sind bei der Festsetzung der monatlichen Vorauszahlungen im Jahr 2020 berücksichtigt. Für einen Haushalt mit einem jährlichen Frischwasserverbrauch von 150 m³ und einer versiegelten Fläche von 150 m² bedeutet die Gebührenerhöhung Mehrausgaben von 82,50 € im Jahr.

Möglicherweise lohnt sich für Sie die Installation eines Sonderwasserzählers für die Gartenbewässerung. Das darüber verbrauchte Frischwasser fließt nicht der Kanalisation zu und muss daher nicht zur Kanalbenutzungsgebühr (Abwassergebühr) herangezogen werden. Die Installation dieser Sonderwasserzähler erfolgt nicht durch die GGEW AG, sondern müsste von Ihnen beauftragt werden. Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Neumann (06257/5008-441) gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße sendet Ihnen

Sebastian Bubenzer
Bürgermeister